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Zahnmedizinische Probleme im Alter


  • Erhöhte Anfälligkeit gegenüber Karies

Die Zähne werden anfälliger gegenüber Karies, da es mehr Nischen und Lücken gibt, die vielfach nur schwer gereinigt werden können. Als Folge bilden sich Beläge und Bakterien, und Karies kann sich damit deutlich häufiger und oft unbemerkt entwickeln. Die Nischen und Lücken entstehen meist aufgrund des im Alter üblichen Zahnfleischrückgangs, der nicht unbedingt krankhaft sein muss, sondern das Älterwerden lediglich begleitet.

  • Erhöhte Brüchigkeit der Zähne 

Nicht selten werden die Zähne auch brüchiger. Teile oder gar ganze Zähne brechen ab, da die Zahnsubstanz im Laufe der Jahre trockener und spröde wird. Ursache ist ein sich allmählich zurückbildender Zahnnerv, der den Zahn wesentlich schlechter ernährt. Die Belastbarkeit des einzelnen Zahnes sinkt – was auch eine wichtige Rolle bei der Frage spielt, welche Art von Zahnersatz Verwendung findet. Denn möglicherweise sind die Zähne zum Halten von Zahnersatz zu schwach.

  • Erhöhte Tendenz zu Zahnwanderungen

Zähne können sich im Alter leichter verschieben oder sie werden locker. Die so genannten Bisssenkung, die durch Abnutzung der Zähne, Abbau des Kieferknochens und auch Kippung der Zähne entstehen kann, verursacht Veränderungen im gesamten Gesicht. Die untere Gesichtshälfte verkleinert sich im Vergleich zum oberen Gesichtsdrittel. Dadurch werden die Falten im Gesicht tiefer, die Lippen wirken meist schmaler. Wenn Zähne fehlen, ist es nicht immer einfach, sie so zu ersetzen, daß die Gesamtsituation im Mund möglichst lange stabil bleibt und Folgeschäden vermieden werden. Gerade diese Stabilisierung ist eine besondere Aufgabenstellung beim Älterwerden und erfordert sehr genaues Planen und ständige Betreuung durch den Zahnarzt. Hier spielt letztlich auch die Prophylaxe (vorbeugenden Behandlungsmaßnahmen), die ständige Kontrolle und das frühzeitige Erkennen von beginnenden Erkrankungen die entscheidende Rolle. Zahnwanderungen können, müssen aber nicht allein eine Folge von Parodontose (= Zahnfleischrückgang durch Entzündungen) sein. Hier sollte die zahnärztliche Behandlung sehr genau diagnostizieren, was die Gründe für die Stellungsänderungen der Zähne sind. Bei einer Parodontose muss äußerst intensiv behandelt werden, da sonst Zähne verloren gehen können.

  • Mundtrockenheit (Xerostomie)

Mit der Zeit nimmt die Menge an Speichel natürlich ab, und die fehlende Spülwirkung des Speichels führt zu Karies, Löchern und schlechtem Geschmack im Mund. Dieses typische Altersproblem lässt sich nur schlecht beeinflussen. Hier ist der Betroffene gleichermaßen wie das zahnärztliche Team gefordert. Gute häusliche Pflege, viel Trinken, zahngesunde Ernährung mit wenig Süßem und viel pflanzlichen Nahrungsmitteln und regelmäßige prophylaktische Zahnreinigungen beim Zahnarzt helfen dabei, das Problem zu lindern.

  • Schleimhautveränderungen

Auch die Mundschleimhäute unterliegen typischen Veränderungen. Sie werden dünner, empfindlicher, weniger robust. Ungünstige Belastungen durch Prothesen verursachen zusammen mit der Mundtrockenheit ein unangenehmes Gefühl.